• Home
  • Themen
    • Alle Themen
    • Zusammenleben am Hof
    • Das gute Leben
    • Liebesgeflüster
    • Menschenbilder
  • aufsLeben
  • Über uns
  • Kontakt

Da müemer keis Büro uufmache

am 4. März 2026 in Allgemein , Das gute Leben , Zusammenleben am Hof

Für S.

„…und das B Mama wird mit P gesprochen.“ so tönt es aus der Schweiz.

Erkennt ihr das Schweizerdeutsch? Ich liebe diesen Satz. Von Kindern lernen wir besonders viel – auch von den erwachsenen Kindern.  Lebenslang, mitunter auch streng und vor allem hilfreich.

Dieses Lerngeschenk ist neu und würde für mich so was wie „nicht aus jeder Mücke einen Elefanten machen“ bedeuten.

Er fällt mir oft ein.

Vor allem dann, wenn es kleine Ärgernisse sind – wenn andere nicht so tun, wie ich mir das vorstelle, wenn etwas nicht so perfekt ist, wenn der Zug nicht rechtzeitig kommt, wenn der Fleck in der Wäsche bleibt.

UND auch im Größeren: Dinge im Leben, die uns herausfordern, die wir uns so nicht ausgesucht haben: „Da müemer keis Büro uufmache.“ Es geht auch um die Relativierung dessen, was in unserem Leben passiert. Und auch darum, die Gesamtheit des Erlebten zu sehen – nie das Freudvolle und Gelungene zu vergessen.

Und im Zusammenleben am Hof?

Oh ja. Großen Respekt vor der Unausweichlichkeit von manchmal auch zermürbenden Begegnungen. Der Familienbetrieb erfordert immer eine Fülle von Möglichkeiten, sich gegenseitig zu reizen und auch einander wohl zu tun. Zum Beispiel, in dem wir großzügig sind.

Doch ist es halt auch nicht selten so, dass man gefordert ist,  in der Abstimmung der eigenen Bedürfnisse mit denen der anderen.

Kann zum Beispiel bei einem Unterschied von einer halben Stunde in der Früh beim Stall gehen von einem großen Problem gesprochen werden?

Kann der unterschiedliche Blick aufs Garten gestalten Anlass für ein Entziehen der Kompetenz sein?

Und wenn der Bua auch auf die Kinder schaut (nicht nur die Mama und die Oma) wie es früher nicht so üblich war – ein Anlass sein, um ein „Büro“ uffzmache?

Gestern habe ich noch einen Satz von Dietrich Bonhoeffer aufgesogen:

Man muss sich durch die kleinen Gedanken,

die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden

zu den großen Gedanken, die einen stärken.

 

Da mag ich jetzt gerne dranbleiben.

 

  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 
  • drucken 

Möchtest du keinen unserer Beiträge versäumen?

Unser Newsletter informiert dich regelmäßig über neue Beiträge. Der Newsletter erscheint monatlich, ist kostenlos und kann jederzeit storniert werden. Mehr Infos in unserer Datenschutzerklärung.

Neuen Kommentar verfassen

Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.

Ähnliche Beiträge

Glaube an die eigene Kraft

Setz di her-samma mehr! Wir hoffen, dir taugt’s bei uns!

Isch vo di Manda koana do?

Aufleben.tirol

Der Blog für Menschen in der Landwirtschaft, die auf ihre Lebensqualität achten und Impulse für ein gelingendes Leben am Hof suchen

Kontakt

Angelika Neuner & Angelika Wagner
E-Mail

Impressum | Datenschutz

Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie unsere Website weiter besuchen können. Wir verwenden Cookies und andere Technologien auf unserer Website, um diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. >> Datenschutzerklärung