Posts by: Angelika Wagner

Isch vo di Manda koana do?

   |   By  |  0 Comments

Sommermodus in den Kammern. Es weht ein bisschen Sommerwind durch die Räume. Eine entspannte Stimmung.

Magdalena, die Praktikantin, strahlt am Empfang der Landwirtschaftskammer Kitzbühel. Auf die Frage, wie sie denn ihre Tätigkeit beschreiben würde, meint sie organisieren, telefonieren und unterstützen.

Ich entdecke Verena, Maria und Katja. Heute Frauenpower. Dabei sind noch gar nicht alle Frauen der regionalen Kammer da: Elisabeth, Marie-Theres und Monika fehlen noch.

Verena berät betriebswirtschaftlich, biologische Landwirtschaft und „alles andere umma no“.

Katja ist Invekos Leiterin, berät und koordiniert die Förderungen, Maria ist für die Tierkennzeichnung, Almmeldungen und die Rentnerlehrfahrt zuständig. Die Frauen erzählen:  In ihrem beruflichen Umfeld gäbe es dann schon auch immer wieder kleine Irritationen, wenn die männlichen Berater nicht im Haus sind.

Die Eingangstür geht auf- ein flotter Jungbauer schreitet herein und schaut hilfesuchend in die Runde:

Isch den der Michael nit da?

Eine halbe Stunde später geht er – sichtlich zufrieden – gut beraten von Katja nachhause.

Ich bin so gerne draußen in den Kammern. Orte und Menschen, die um ihre Aufgabe der Unterstützung von Menschen wissen. Männer wie Frauen. Und die Aufgabengebiete weichen sich zwischen den Geschlechtern auf. Das gefällt mir und ist aller höchste Zeit.

Bald erzähle ich euch von Andreas, einem neuen Bezirksgeschäftsführer der Bäuerinnen Organisation.

Isch suppa

   |   By  |  0 Comments

Ich habe davon schon erzählt: Bei uns daheim ist Baustelle. Seit ca. zwei Monaten. Am liebsten würde ich nur mehr daheim sein. Schauen, wie sie etwas machen, ein bisschen gschaftln und ihnen zuhören, Kaffee bringen, ab und zu Kuchen für sie backen. Und durch die Baustelle bin wirklich täglich  mit Geschichten beschenkt, die mich aufleben lassen.

Heute bin ich die Bauherrin, der Bauherr nicht im Haus und ich auch ein bisschen nervös. Wie soll der Maurer die Ecken ausbessern, wenn gleichzeitig der Estrich gelegt wird?  Das Baugerüst brauchen auch alle.

Stiege auf und Stiege hinunter marschieren die Estrichleger und ich stehe vor allem im Weg. Dann bleibt ein Arbeiter auf der eh recht engen Stiege wegen eines Bücherregals stehen. Zuerst leise gemurmelt und dann noch einmal laut und begeistert: „Isch suppa!“ Ich sehe ihm zu, wie er auf das Regal starrt, vermute, er meint vielleicht den Lichtstrahl auf den Büchern. Oder er ist froh, dass er den Schlauch durch den engen Schluuf bringt.

Er dreht sich um und meint: „Die Buch, die vielen! Ich auch lesen viel! Gut ein Haus mit viel Buch!“  Da staunt sie die Baufrau und ist fast ein bisschen beschämt ob ihrer (ich sag es nicht gerne) Vorurteile. Der türkischstämmige, lesende Bauarbeiter überrascht mich.

Ibrahim (so heißt er) später zu mir (nach Kaffee und Kuchen): „Wenn du Hilfe brauchst, sag!“

Derweil ist Stefan der Zimmerer mit mir noch einmal den Bauplan durchgegangen und hat sehr kluge Ideen, wie sich doch noch alles zeitgerecht ausgehen wird.

In meinem nächsten Leben werde ich Bauleiterin! Jetzt speichere ich einmal die guten Erfahrungen.

 

 

Er hatte nicht recht- und dann doch noch!

  |   By  |  0 Comments

Mein Start in den Alltag ist ein Luxuriöser. Ich bekomme ein warmes Frühstück mit gedünsteten Äpfeln und Birnen und Yoghurt. Mein Mann bereitet es zu. Man könnte meinen Glück genug.

Davor verbringe ich die letzten Minuten vor sieben im Bad und höre die Gedanken für den Tag. Diese Woche haben sie Arnold Mettnitzer zu Gast, der über das Glück nachdenkt.

Er bringt ein Gedicht , das in etwa so geht: Sich hinsetzen, die Augen schließen, den Mund spitzen und darauf warten, dass man geküsst werde. Und dann wirklich geküsst werden.

Das probiere ich gleich aus denke ich mir. Hinsetzen zum Frühstück, die Augen schließen, den Mund spitzen…

Mein Mann schaut mich verwundert an und sagt: oooooooooohhhhhhhmmmmmmmm……..

Ich muss schon sehr lachen (auch ein Glück!)!

Ich erkläre es ihm- ich sollte jetzt geküsst werden, wenn das Gedicht, das Mettnitzer zitiert hat, stimmen sollte. Darauf er: „Ja sag halt etwas! Manchmal muss man dem Glück schon auch nachhelfen!“

 

Von Milchkühen, Lege- oder Masthühnern, der Liebe und einer Kalkulation

  |   By  |  0 Comments

 

Das Ländliche Fortbildungsinstitut Österreich nützt die neu erworbenen Pandemiekompetenzen(man trifft sich im digitalen Raum) für ein ganz tolle Sache-dem LFI live Talk.

Gestern war ich als Podiumsgast in Vorarlberg eingeladen. Thema: Mein Hof-Mein Lebenswerk-Laufen die Dinge nicht so wie du willst, dann denk anders!

Erzählen könnte man von allen Anwesenden: ich liebe es zu sehen, mit welcher Geschicktheit die jungen Kolleginnen die Technik in Schwung bringen: kritisch Ton und Bild prüfen, keine Überlegungen auslassen, um die Basis für eine gute digitale Veranstaltung zu schaffen.

Florian saß mit im Kreis- er steht für die neue Generation an jungen Landwirten, die gut und vielseitig ausgebildet sind. A „fescher Kampl“ – wie wir in Tirol sagen. Wo aber dann richtig das Herz aufgeht: wovon er wie spricht.

In seiner Abschlussarbeit zum Landwirtschaftlichen Meister hat er geprüft, wie viele Masthühner er halten solle, damit er nicht mehr außer Haus arbeiten gehen müsse. Gleichzeitig ist ihm aber auch in den Überlegungen mit seiner Freundin bewusst geworden, dass er und sie eigentlich lieber Legehühner hätten. Sein Vater dazu: Brauchen wir jetzt noch ein anderes Vieh? Sie haben es durchgezogen.

Die Milchwirtschaft ist die Leidenschaft des Vaters- und eigentlich auch seine. Die Pandemie hat dann wieder neues Denken notwendig gemacht. Der frischgebaute Hühnerstall und eine sinkende Zahl an Abnehmern für die Eier. Was tun? Sie entscheiden sich für die Verarbeitung der Eier und machen Nudeln.

Und plötzlich stellte sich heraus, dass auch die Mutter sehr gerne Produkte für die Direktvermarktung herstellt.

Jetzt könnte man meinen, die Familie muss doch bei dieser Vielfalt überfordert sein. Nein! Der Betrieb ist so ausgerichtet, dass alle vier vom Betrieb leben können und es aber auch schaffbar ist, wenn die Jungen oder die ältere Generation für ein paar Tage nicht am Hof sind.

UND wisst ihr was mir außerordentlich gefallen hat? Florian stellt die rechtlichen Schritte der Hofübernahme gerade nicht in den Mittelpunkt. Er arbeitet mit Leidenschaft, vertraut seinen Eltern, dass sie die Übergabe zeitgerecht machen werden. Noch sind die Eltern ja nicht in Pension.

Und die Liebe?

Florian hat seine Freundin mitgebracht. Sie ist da, beobachtet, berät ihren Freund, spricht mit den Technikerinnen und stößt mit auf die gelungene Veranstaltung an.

Mag ich diese hoffnungsfrohen Szenen!

Wer gerne noch mit schauen mag: hier der Link zur Veranstaltung.

LFI live. Mein Hof – Mein Lebenweg – YouTube

Handwerk-das Lächeln der Zukunft

   |   By  |  0 Comments

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht. Bei mir sind sehr viele Baustellen. Jetzt ist es diesmal nicht im übertragenen Sinn gemeint.

Nein in echt: In der Kammer wird umgebaut. Bei den Nachbarn wird umgebaut, auf meinem Weg zur Arbeit sehe ich auch viele Baustellen.

Seit gestern auch bei uns zuhause. Ui! Der Nervositätspegel am Morgen war ganz kurz vor dem Hochwasser. Die Vorfreude auf das Umgebaute ist riesig, doch die Umsetzung macht neben all dem Anderen natürlich angespannt. Die ersten Handwerker und Helfer treffen ein. Es geht los – ernsthaft und sehr professionell.

Plötzlich ändert sich die Atmosphäre auf der Baustelle. Ich höre Lachen und Blödeln und eine Leichtigkeit zieht ein. Was ist passiert? Der Installateur ist da. Er steckt mit seiner Heiterkeit an und verzaubert das Klima. Nun sind auch Bauherr und Baufrau wieder im Lot.

Und bis zum Abend sind sie geradezu glücklich.

Ja: So einfach kann es gehen. Und doch ist es eine tägliche Aufgabe, sich das Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass es zur guten Qualität auch noch in einer feinen Stimmung verlaufen kann.

Bei unserem Installateur Scharo steht das Logo für Qualitätshandwerk Tirol – das Lächeln der Zukunft zu Recht am Auto.

Bin ich gerne angesteckt!

Glücksmomente- ein Fünf Minuten Sammelsurium

   |   By  |  0 Comments

Am 20.3. war der Glücksssonntag. Laut eines internationalen Kalendariums.

Ich mache nun einen Selbstversuch. Nicht, dass ich mich nicht ohnehin als ein (großes) Kind des Glücks empfinde. Doch in manchen Phasen des Lebens muss ich mich anstrengen.

Der Versuch: Ich werde jetzt meine Uhr auf 5 Minuten Stoppfunktion stellen und in dieser Zeit aufschreiben, was mir an  beglückenden Momenten in der letzten Woche einfällt.

Noch im Pyjama Zimtschnecken gebacken, während der Germteig ging einen interessanten Artikel gelesen, ein fantastisches Webinar mit Friedrich Glasl zum Thema Friedensbemühungen im Ukraine-Russland Konflikt gehört, mit meinen Kolleg*innen beim Kammerschitag in der Sonne gesessen, heute schon fünf Zitronenfalter gesehen, bei einem Familiengespräch gesehen, dass Friede auch im Kleinen gut erarbeitet werden kann, in der Sitzung der Führungskräfte der Tiroler Landwirtschaftskammer ein wichtiges Programm präsentieren dürfen, einen Krimi von Thomas Stipsits gelesen (danke Christine – ein Vergnügen), mit meiner Mutter den 88er gefeiert, mit den Kindern Video telefoniert, meine Freundinnen… und stopp- die Zeit ist um.

Jetzt müsst ihr aber wissen, dass ich eine ganz langsame Tipperin bin. Meine Blogsister meint, wenn ich schreibe habe sie viel Zeit zum Nachdenken. Bin ich froh, dass wir miteinander nachdenken!

Seht ihr: selten nicht ein Nutzen, wo es einen Schaden gibt.

Das Aufschreiben- es tut gut, lenkt den Blick auf das was stärkt! Und fünf Minuten am Tag (auch als Dankbarkeit speicherbar!) sind nicht so viel.

Ps: ich trage nach. Gerade ein sehr schönes Kompliment von meinem Mann bekommen. Ich sage nicht was!

Obenauf bleiben

   |   By  |  0 Comments

Unsere Redaktionssitzung vom März findet gerade am Beginn der Fastenzeit statt. Ganz selbstverständlich kommt das klassische Fastenopfer (wirklich großes Opfer!) zum Gespräch: Nichts Süßes!

Und es tut ja wirklich gut:

Auf etwas verzichten, damit die Seele den Frühling spüren kann.

Ich merke beim Schreiben, dass es zurzeit nicht ganz so leicht ist mit den Frühlingsgefühlen: dem Leichten, dem Unbeschwerten, der ganz großen Unbekümmertheit. Oder vielleicht auch nur der kleinen?  Eine junge Kräuterhexe meinte dazu vor kurzem am Telefon: Obenauf bleiben ist in diesen Zeiten eine Knochenarbeit.

Ein kleiner Dialog von Angelika und Angelika:

A: „I tat ja so gern Handy fasten, aber alles spricht dagegen.“

A: Was spricht dagegen?

A: „Naja…die G-Nachweise muss ich nicht mehr mittragen.

Aber wie bekomme ich dann noch etwas von der Ukraine mit? …große Denkpause… aber vielleicht wäre das eh gut! Ich könnte ja die Welt wieder kleiner werden lassen.“

A: Wir wollen gar nicht unbeteiligt und unberührt sein. Aber wir brauchen die Pausen, in denen wir wieder Kraft tanken und ein Stück Normalität und Alltag leben.

Und darf ich euch noch etwas sagen? Gerade wird mir beim Schreiben leichter! Schreibt, erzählt, redet, erzählt wie es euch geht, teilt euch mit. Es sind die ganz kleinen Ereignisse, die den ganz großen Frieden innen und außen beeinflussen. Das mag jetzt etwas aufgeblasen klingen. Aber damit kann ich aufleben und den Frühlingshauch spüren.

Landwirtschaftliche Facharbeiter*innen und die Sinnlichkeit

   |   By  |  0 Comments

Woran kannst du deine Lebensqualität erkennen?

Hier könnten wir eine ganz lange Denkpause für alle Leserinnen und Leser einbauen. Wir laden euch ein, das jetzt zu beantworten. Also genau in dem Moment, wo ihr das lest. Sprecht es für euch aus, teilt eure Gedanken mit jemandem aus eurem Umfeld.

Lebensqualität Bauernhof, eine Einrichtung der Landwirtschaftskammern in Österreich darf sich in Tirol in allen Lehrgängen der Facharbeiter (Obst, Gemüse, Landwirtschaft…) vorstellen und mit Anwesenden auch das Thema Lebensqualität diskutieren.

Zu zweit haben die aktuellen Teilnehmer*innen in Innsbruck beschrieben, was es denn für sie bedeutet.

Und da kam viel und es gab Überschneidungen. Themen wie Freiheit, Spaß an der Arbeit, Zeit für Familie und Freunde, auch einmal ein Feierabendbier trinken, Herausforderungen annehmen, Sicherheit usw.

Neu waren diesmal die Wörter: umweltbewusst sein und Sinnlichkeit.

Das gefällt uns außerordentlich gut. Zum einen, wenn die jungen Landwirte und Landwirtinnen bei dem Thema Lebensqualität das Umweltbewusstsein mit einbeziehen und als ein Kriterium das Wort Sinnlichkeit ins Spiel bringen. Was heißt hier Spiel: Andreas hat uns erzählt, dass es auch eine sinnliche Arbeit ist, als Bauer tätig zu sein. Lebensmittel herzustellen, in und mit der Natur zu arbeiten, alle Sinne einzubinden.

Wenn man im Wörterbuch nachschaut, dann kommen folgende Erklärungen zur Sinnlichkeit: zugewandt sein, etwas mit Hingabe zu tun.

So schön! Das mach ich auch gerade, wenn ich euch voller Freude von den Facharbeiter*innen erzähle.

Der Schlangltag und eine besonders wichtige Frage

   |   By  |  0 Comments

Seit gestern weiß ich, dass Maria Lichtmess, der 2. Februar auch Schlangltag heißt. Alleine die Bedeutung von Lichtmess macht froh. Jetzt hat das Licht überhand über das Dunkle! Wir haben nun ab heute jeden Tag mehr Licht als Nacht! Und gell, das brauchen wir gerade besonders!

Die Kirche weiht an diesem Tag alle Kerzen, die sie für das kommende Jahr brauchen wird. Die Krippe wird weggeräumt, die Weihnachtszeit ist nun endgültig vorbei.

Nach einem keltischen Brauch wird besonders der Göttin des Lichts gedacht: Brigid! Sie soll uns Reinigung, Jugend, Frische, Fruchtbarkeit und Erneuerung bringen!  

Ich glaube, ich werde heute noch einige Kerzen anzünden.

Aber nun nochmals zum Schlangltag. Ich erzähle euch, was einer unserer besonders lieben Blogfreunde mir am Telefon erzählt hat. Früher haben an Lichtmess die Dienstboten auf den Bauernhöfen ihren Dienstgeber gewechselt oder durften ein weiteres Jahr bleiben. Schlangln bedeutet unter anderem, dass an diesem Tag nichts getan werden muss.

Was mir aber gestern im Gespräch mit M, den sehr viel überlegenden Bauern ganz neu war:

Lichtmess war der Tag im Jahr, an dem sich die Paare miteinander überlegen, wie sie miteinander weitertun.

Jetzt ganz plump fachlich gesprochen: eine Reflexionsschleife an einem besonderen Tag. Ich bin begeistert. Als ich es einer Freundin erzählte meinte sie. Echt nur einmal im Jahr?

Ja schon – aber immerhin! Ich interpretiere hier auch Erneuerung und Reinigung und Frische. Es könnte eigentlich auch eine neue Zusage für das Gemeinsame sein. Zum Beispiel darüber nachdenken, wo passen wir besser aufeinander auf?

Was bedeutest du mir?

Am Abend habe ich es einem meiner Söhne erzählt. Dem fällt meistens sofort ein Lied ein:
Sie Und Er – YouTube

Während ich für uns schreibe höre ich es und vom Ellbogen bis in die Fingerspitzen begleitet von Gänsehaut.

Kommentar meines Sohnes: Is scho nit nit kitschig!?

Mit geht es auch gut!

   |   By  |  0 Comments

Immer wieder darf ich euch von den schönen Begegnungen in unserer Arbeit erzählen. Wenn ich Menschen aus bäuerlichen Familien berate, ist es für die Betroffenen mitunter eine große Herausforderung, sich untereinander so abzustimmen, dass das Zusammenleben der Generationen trotz seiner ordentlichen (und auch unordentlichen) Stolpersteine gelingt.

Marlene (der Name ist geändert) hat gemeinsam mit ihrem Partner und den Schwiegereltern um ein gutes Miteinander gerungen. Im Laufe der Beratungen hatte ich den Eindruck, dass sie äußerlich (das kann gar nicht sein, weil sie schon lange eine erwachsene Frau ist!) und innerlich (das ganz bestimmt) gewachsen ist.

Warum? Sie spricht aus, was ihr am Herzen liegt, schweigt nicht mehr, wenn ihr andere ins Wort fallen, weiß um ihre wichtige Position in der Familie, wertschätzt ihre Schwiegereltern, ihren Partner und sich selbst.

Nach unserer letzten Beratung hat sie mir Folgendes geschrieben und mir erlaubt, es zu veröffentlichen:

„Dann war da noch was, durch ein unheimlich interessantes und wertvolles Gespräch, war da noch ein „Liachtl das ma aufganga is“, eine Erkenntnis sagt man.

Dass es einen Weg für alles was im Leben so geschieht gibt. An dieser Überzeugung halte ich ganz fest. Dass man seinen Weg findet, dass man ihn gehen kann und dabei auch seine Familie, seinen Partner, die Kinder oder Freunde mitnehmen kann. Es muss nicht von heute auf morgen sein, nein den das große Ziel dabei ist der Weg den man geht.

Ganz persönlich für mich habe ich noch erkannt, dass nicht nur mein Mann „dazwischensteht“ oder gestanden ist. Nein, auch ich steh manchmal dazwischen. Und dieses Dazwischenstehen ist vielleicht auch nicht immer schlecht. Es kann anstrengend sein, eine Belastung, aber „mei Liachtl“ sagt mir irgendwie: Nütz das zwischen den Stühlen stehen und wandle es in Positives um.

Auch für uns als Eltern wird die Zeit kommen und wir finden den richtigen Weg, vielleicht auch ab und an mit Gegenwind oder einem guten Rat von außen.

Glaub an dich! Vertrau auf dich!

Liebe Marlene! Dein kluger Satz aus der letzten Beratung ist ein Teil meines Jahresmottos: auch wenn manches nicht gelingt, es mir oder den anderen nicht nur gut geht:

„Ich kann sagen, es geht mir auch gut!“