Posts by: Angelika Neuner

Frag die Jugend (Teil 2)

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Aufgrund unserer Vortrags- und Lehrtätigkeiten an den Fach (Hoch-) schulen sind wir viel mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Gespräch. Unsere Lieblingsthemen – wie z.B. das Zusammenleben der Generationen – bekommen so immer neue Blickwinkel.

So war ich neugierig, als ich Studierende der Hochschule für Agrarpädagogik in Wien fragte, was sie als junge Menschen für die Lebensqualität am Hof beitragen könnten:

„Das Leben bietet immer Herausforderungen, besonders wenn Leben, Arbeit und Freizeit an einem Ort stattfindet.
Meine Familie und ich haben einen Ackerbau Betrieb zu Hause. Dadurch habe ich Erfahrung mit Landwirtschaft, das Zusammenleben von Generationen sowie die berufliche Tätigkeit. 

Es ist daher wichtig sich Zeit für sich und die Familie zu nehmen. Die Möglichkeiten sich gemeinsam Zeit zu nehmen, sind durch gemeinsame Essen wie Frühstück, Mittag- oder Abendessen gegeben. Und da schauen, dass es sich einmal am Tag ausgeht.
Jedoch ist es auch wichtig sich Zeit für SELBST zu nehmen und somit nicht zu kurz zu kommen.
Das Zusammenleben von mehreren Generationen stellt das Leben schon manchmal ganz schön auf den Kopf. Bei mir zu Hause sind wir drei Generationen und da ist es schon nicht immer einfach. Meiner Meinung nach ist es wichtig, dass jede Generation einen Bereich für sich hat, weil so kann das Zusammenleben auch positive Seiten aufleben lassen. Denn, wenn mehrere Generationen am Hof bzw. in einem Haus leben, ist immer wer da und somit kann man sich gegenseitig bei Verantwortungen, Aufgaben oder Kinderbetreuung unterstützen. Weiters ist immer wer da mit dem man sich unterhalten kann und man ist nie alleine.“
(Danke Melanie)

Heute schon gelacht?

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Wie schön: unser Lieblings-Radiosender Ö1 arbeitet diese Woche mit uns Aufleberinnen eng zusammen!

Das Thema „Resilienzfaktor Humor“, wie wirkt sich Humor auf unser Aufleben aus?

Witz und Humor sind Strategien, mit schwierigen Situationen spielerisch umzugehen. Es wird einem angstmachenden Moment oft die Schärfe genommen! Mit dem Lachen schafft man eine Distanz zum Grauen. Und da wir ja beide auch Ulknudeln sind, freut uns das Motto: „Witz hat, wer trotzdem lacht.“

Hörtipp: Montag – Donnerstag, 9.05 Uhr. Und hier zum Nachhören die Folge von heute Montag:

hier klicken: Radiokolleg – Resilienzfaktor Humor, 16.05. | Ö1 | ORF-Radiothek

Frag die Jugend

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Aufgrund unserer Vortrags- und Lehrtätigkeiten an den Fach (Hoch-) schulen sind wir viel mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Gespräch. Unsere Lieblingsthemen (wie z.B. das Zusammenleben der Generationen) bekommen so immer neue Blickwinkel.

So war ich neugierig, als ich Studierende der Hochschule für Agrarpädagogik in Wien fragte, wie es ihnen denn so geht mit „den anderen“ am Hof. Was sie für den „Frieden im Haus“ bereit sind zu tun.

Interessante Antworten hab ich bekommen. Darf euch ein paar Auszüge zeigen:

„Meiner Meinung nach ist es sicher sehr wichtig, dass man die persönlichen Räume der Familienmitglieder und einige Räume für die eigene Familie nicht für alle zugänglich macht. Somit kann gewährleistet werden, dass die Familie Raum für sich selbst hat, sowie einen gewissen Rahmen für Privatsphäre vorhanden ist.

Wichtig ist, dass alle Familienmitglieder für die Zimmervermietung sind, damit alle an einem Strang ziehen und gemeinsam alle anfallenden Tätigkeiten verrichten. Somit bleibt die Arbeit nicht an einer Person hängen, die vollkommen überlastet ist. Vielleicht gibt es sogar einige Aufgabengebiete, die an die Jugend übertragen werden kann?

Ein nettes Familienritual wäre, dass gemeinsam zu Abend gegessen wird und man sich gegenseitig vom vergangenen Tag berichtet. Vielleicht ist es möglich an einem Tag in der Woche (Abreisetag der Gäste) gemeinsam als Familie eine kleine Unternehmung zu machen (eine kurze Wanderung, gemeinsam Essen fahren, kegeln, etc.), damit auch die Familienzeit nicht zu kurz kommt und alle einmal kurz abschalten können. Vielleicht gibt es auch gemeinsame Interessen in der Familie, wie zusammen zu musizieren.“
(Danke Kathrin)

Eine gute Idee begraben

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Vom Loslassen & Ausmisten hab ich neuerdings gehört.

Meine Chefin hat mir erzählt, dass sie schon mal eine richtig gute Idee zu Grabe tragen musste. Stilvoll und würdig begraben hat sie ihre Idee. Das muss man auch können, dachte ich, ein Projekt loslassen, in welches man viel Energie gesteckt hat. Eine Idee ziehen lassen, wenn die Zeit noch nicht reif dafür war.

Raum schaffen für Neues, auch den Mut haben loszulassen, im Vertrauen darauf, dass Neues kommt.

Meiner Nichte hab ich neulich auch dabei zugesehen, wie sie „Raum schafft“ – ausmisten trifft´s wohl eher. Eine große Herausforderung für eine Jugendliche, die an allem hängt! Aber ja, sie machte das sehr schlau: die Essenz hatte sie sich immer behalten. Die (wenigen) beschriebenen Seiten im Tagebuch wurden herausgetrennt (und geheim verwahrt) und das Tagebuch emotionslos ins Altpapier geworfen.

Nütze die Dunkelheit

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Ich blättere von Zeit zu Zeit gerne in den Büchern von Melanie Wolfers. Ihr neuestes Buch heißt „Zuversicht -die Kraft, die an das Morgen glaubt“. Hab darin eine Passage entdeckt, die mir sehr gut gefallen hat:

Die Sonnenblume wendet noch in der Nacht ihren Kopf in jene Richtung, wo die Sonne aufgeht.

Wie raffiniert die Natur doch ist! Da nützt sie die dunklen Stunden, um bereit zu sein, wenn es wieder licht und hell wird.

Dann habe ich überlegt, was dieses schöne Bild für mich bedeuten könnte…

In unseren Wunschvorstellungen des Lebens würden wir uns gerne den Schattenseiten, dem Dunkel entziehen. Eigentlich wider besseres Wissen. Wir haben auch leidvolle, ängstigende, beklemmende Erfahrungen. Und weil wir gerade von der klugen Sonnenblume sprechen: Sie wendet bereits in der Nacht den Blick zum Sonnenaufgang.

Also meine Nächte sind da manchmal ganz und gar anders. Da kann ich mir es im Kopf zwar ausmalen, dass sich die Belastung schon auflösen wird – aber dann gleich den Sonnenaufgang erfühlen… ich weiß nicht! Ich tu mich schwer.

Kürzlich hat mir meine fast 88-jährige Mutter etwas sehr Berührendes erzählt. Sie hat sich in der Buchhandlung ein Gotteslob mit großer Schrift bestellt. Wenn sie nachts nicht schlafen kann, Schmerzen hat und ins Grübeln verfallen würde, dann singt sie im Kopf Lieder (nicht nur Kirchenlieder). Das helfe ihr.

Und nun will sie den Liedschatz noch einmal erweitern. Deshalb das Gotteslob in großer Schrift.  Wirklich großes Vorbild!

 

UND wir haben auch die Erfahrung, dass es wieder gut wird – vielleicht nicht so, wie es war. Aber ein anderes Gut.

Wie immer: Wir üben, probieren aus und erzählen euch wieder.

 

 

 

 

Theaterliebhaberinnen

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Wir sind große Freundinnen der Bühne –  egal ob Tanz, Schauspiel, Gesang, Musik oder die ganz große Oper!

Hauptsache mit Leidenschaft und Stoff zum Staunen. Und zum Staunen gibt es viel: die Kostüme, das Bühnenbild, den Maestro… ich liebe dieses Stimmengewirr bevor es losgeht, die Lebendigkeit im Orchestergraben, noch schnell eine Kusshand in die Nachbarloge schicken… und dann eintauchen in eine andere Welt. Meine Augen spazieren die Sitzreihen entlang, bis hin zu den Helden und Heldinnen auf der Bühne.

Wie ein Raum „außerhalb der Zeit“. Wenn es los geht, dann beginnt das Versinken in einen Ort, der dann ganz zu meinem wird. Ich bin mir nicht sicher, bin ich hier im Publikum oder Teil des Orchesters, tanze wunderbar schwebende Figuren, bin die Geliebte oder eine ganz verzweifelte Figur. Ich drehe an den Scheinwerfern, nehme mir vor, dem Hauptdarsteller nach der Aufführung noch einen Hinweis über die Gestik zu einer Szene zu sagen. Ich lobe meinen Chor und tüftele an den neuen Kostümen für die nächste Oper. So viele Rollen sind in diesen zwei Stunden möglich. Ein herrliches Land der Phantasie. Was ich da alles kann.

Und dann ist da auch noch die Auseinandersetzung mit den Aussagen des Stücks. Wie hat die Regisseurin, der Regisseur das gemeint? Wie die Autorin, der Autor das Stück? Wir diskutieren vorsichtig danach. (ob wir das nicht noch mutiger machen sollten?). Ich lese im Programmheft nach, meistens nach der Aufführung im Bett. In der Traumwelt arbeitet es weiter.

Wir sind uns sicher, dass wir wieder ein Stück gewachsen sind.

Das Theater: ein Raum, der ein Aufleben möglich macht. 

Warme Socken in stürmischer Zeit

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Für uns alle geht ein herausforderndes Jahr zu Ende. Mein Weihnachtswunsch: bleiben wir im Gespräch!

Wir danken allen, die uns und unserer Idee mit Wohlwollen begegnen. Bleibt  uns gewogen!
Und wir bleiben es den Geschichten des Lebens!

 

Ich wünsche dir

Ich wünsche dir
warme Socken in stürmisch-kalter Zeit,
eine kühle Brise in der Hitze,
ein Durchatmen, wenn die Brust eng ist,
einen gleichmäßigen Herzschlag
und ein saugfähiges Taschentuch.

Ich wünsche dir
eine Schulter zum Anlehnen,
eine Hand, die dich hält.
Einen Menschen, der mit dir lacht und weint.
Füße, die durchstehen können
und einen Krug voll frischen Wassers.

Ich wünsche dir
eine schöne Geschichte gegen die Angst,
ein gutes Wort zur rechten Zeit,
eine Oase für deine Seele
und einen unerschütterlichen Glauben an das Gute.

(Irischer Segenswunsch)

Dinge sein lassen-für H.

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Angelika und Angelika diskutieren heute öffentlich für euch. Weil: wir wünschen uns beide gerade mehr von der wunderbaren Qualität der Gelassenheit.

Eine schwierige Übung, der wir uns grad gemeinsam stellen:

Unsicherheiten aushalten lernen – Gegebenheiten mit einer gewissen Gelassenheit betrachten. Vielleicht sollten wir auch die großen Träume vom Gelingen aufgeben?

Ich für meinen Teil würde freiwillig nicht so viel üben wollen. Doch tatsächlich ist es wohl eine Chance zur eigenen Entwicklung. Parallel zur vierten Welle von Corona ist Angela Merkel in Pension gegangen. Ich übe nun ihre innere Haltung (die äußere kann ich schon!). Sie sagte: „Stets habe ich mich um die Bewahrung eines fröhlichen Herzens bemüht.“ Alleine wenn ich fröhliches Herz denke tut sich ein kleiner Windhauch des Auflebens.

Es heißt doch: „Dinge loslassen können führt zu mehr Gelassenheit.“

Gelassenheit verschafft uns ein großes Maß an innerer Freiheit, die sich an nichts Äußeres bindet. Gelassenheit macht unverwundbar, wie eine Mauer um die innere Burg. Gelassenheit schützt meine Seelenruhe!

Was für große Worte. Ich bin dir doch alterstechnisch schon eine Weil voraus. Ich erfahre das so: Gelassenheit ist tatsächlich eine Kraft, die uns wie eine innere Burg hält und umgibt. Doch unberührt kann und will ich nicht sein. Doch weniger Sorgen machen, weniger das Schlimme befürchten. Ein Freund meinte, wenn ich mir das Schlimme vorstelle, dann kann die Realität gar nie so schlimm sein. Er hat theoretisch recht, doch nimmt es einem über weite Strecken ein Wohlgefühl und Freude für das, das auch da ist.

Ich sehe schon, Gelassenheit ist eine Tugend des Alterns. Dennoch hoffe ich auf die „Gelassenheit als Kraft, Dinge zu erdulden, was wir nicht ändern können“. Das wäre momentan ja richtig hilfreich! Wie üb ich mich nun darin?

Üben: Hmmmmm! (Große Denkblase)

In den Österreichischen Bundesbahnen wird gerade auf das große Thema Gewalt in der Familie aufmerksam gemacht. Gewalt ist genau das Gegenteil von Gelassenheit. Eine der Übungen, die sie ansprechen ist das tief Durchatmen.

Bei allen Praktiken der Entspannung ist das Atmen eine Kernaufgabe, die (und hier das Gute!)  geübt werden kann. Hier und Jetzt und die sich sofort auswirkt.

Zum Beispiel: laaaaaaangsaaaaaam durch die Nase einatmen, kurz anhalten und fest und lange ausatmen. Wiederholen, im Stehen in aufrechter Haltung und wenn möglich sich dabei im Spiegel freundlich zulächeln.

Diesen Beitrag heute widmen wir ganz besonders einer lieben und treuen Leserin zum Geburtstag, die uns auch gerne einmal sagt, wo es was braucht: praktisches Tun!

Gockel Fred und Bauer Johann

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Wir bei Urlaub am Bauernhof machen ja bekanntlich richtig gutes und lebendiges Marketing. Dazu gehört auch, dass man die zukünftigen Gäste mit einem neuen Format überrascht: so machen wir momentan Podcasts.
(Ein Podcast ist eine Sammlung von Audiodateien, einzelne Medienbeiträge, welche in Summe eine schöne Geschichte erzählen.)

Unser Podcasts erzählt von den verschiedenen Tieren und deren Abenteuern am Hof:  da gibt´s die Kuh Siegi, das Schaf Steffi aber eben auch Gockel Fred und Bauer Johann.

Bei den Tonaufnahmen durfte ich dabei sein und so fuhr ich ganz gespannt ins Studio. Wer sind wohl die Menschen hinter den Geschichten?  Wer leiht unseren Tieren ihre Stimme?

Angekommen im Tonstudio lauschte ich dann dem Bauer Johann, noch verborgen hinter dem Vorhang, wie er seine Abenteuer erzählt. Lebendig und mit einem schönen Timbre in der Stimme.

Ich staunte nicht schlecht, als ein lieber Bekannter hinter dem Vorhang herauslugte… ein ehemaliger Sängerkollege spricht „meinen“ Bauer Johann!!

Und wie ich das mag, wenn der Bauer auch einmal ein Dandy sein darf. Seht her:

 

Und hier gleich reinklicken und sich die Geschichten erzählen lassen:

Podcasts – The Big 5

(Folge 11 kann ich empfehlen :-))

Wie misst man die guten Tage?

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Die Frage nach der persönlichen Lebensqualität ist schon eine große Frage! Wie misst man sie? An welchen Parametern liest man ein gutes Leben ab? Welche Maßeinheiten herrschen vor, wenn´s um ein gutes und zufriedenes Leben geht? Einige meinen ja, ein guter Tag hat 8.000 Schritte oder doch 10.000 Schritte? Warum zählen wir nicht Küsse und Umarmungen, Lächeln, nette Worte?

Wir haben viele Möglichkeiten einen betriebswirtschaftlichen Erfolg zu beschreiben, doch bei der Lebensqualität wird´s kompliziert.

Bei einer Fortbildung neulich führte ich ein interessantes Pausengespräch. Auf einmal waren wir mittendrin und auf der Spur nach den richtigen Fragen um die „Lebensqualität am Bauernhof“ fassbar zu machen:

  • Wie schaut bei euch ein Sonntag aus?
  • Mit welchen Menschen verbringst du deinen Sonntag?
  • Wann fängt bei dir zuhause der Feierabend an?
  • Gibt´s ein gemeinsames Ritual um den Feierabend einzuläuten?
  • Wann war für dich ein Tag ein gelungener Tag?
  • Woran misst du die Qualität deiner Tage?

Ja, woran eigentlich? Daran wie oft ich gelacht habe? Wie oft ich umarmt wurde? Ob ich ein gutes Gespräch geführt habe, ob ich eine Stunde Zeit nur für mich hatte?

Ist der Tag ein guter, wenn ich Zeit im Wald verbracht habe? Auf der Wiese, aufm Feld? Oder anderen eine Freude gemacht habe? Wenn ich etwas Neues entdeckt habe, etwas gelernt habe… wenn ich gestaunt habe?

Die Glücksforschung sagt uns, wir sind glücklich, wenn uns Folgendes zur Verfügung steht (schon unglaublich, wie wenig es braucht oder?):

Die UNO-Grundbedingungen des Glücks basieren auf „The World Book of Happiness“, in dem GlücksforscherInnen ihre Erkenntnisse aus über 50 Ländern sammeln.