Posts by: Angelika Neuner

Gockel Fred und Bauer Johann

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Wir bei Urlaub am Bauernhof machen ja bekanntlich richtig gutes und lebendiges Marketing. Dazu gehört auch, dass man die zukünftigen Gäste mit einem neuen Format überrascht: so machen wir momentan Podcasts.
(Ein Podcast ist eine Sammlung von Audiodateien, einzelne Medienbeiträge, welche in Summe eine schöne Geschichte erzählen.)

Unser Podcasts erzählt von den verschiedenen Tieren und deren Abenteuern am Hof:  da gibt´s die Kuh Siegi, das Schaf Steffi aber eben auch Gockel Fred und Bauer Johann.

Bei den Tonaufnahmen durfte ich dabei sein und so fuhr ich ganz gespannt ins Studio. Wer sind wohl die Menschen hinter den Geschichten?  Wer leiht unseren Tieren ihre Stimme?

Angekommen im Tonstudio lauschte ich dann dem Bauer Johann, noch verborgen hinter dem Vorhang, wie er seine Abenteuer erzählt. Lebendig und mit einem schönen Timbre in der Stimme.

Ich staunte nicht schlecht, als ein lieber Bekannter hinter dem Vorhang herauslugte… ein ehemaliger Sängerkollege spricht „meinen“ Bauer Johann!!

Und wie ich das mag, wenn der Bauer auch einmal ein Dandy sein darf. Seht her:

Wie misst man die guten Tage?

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Die Frage nach der persönlichen Lebensqualität ist schon eine große Frage! Wie misst man sie? An welchen Parametern liest man ein gutes Leben ab? Welche Maßeinheiten herrschen vor, wenn´s um ein gutes und zufriedenes Leben geht? Einige meinen ja, ein guter Tag hat 8.000 Schritte oder doch 10.000 Schritte? Warum zählen wir nicht Küsse und Umarmungen, Lächeln, nette Worte?

Wir haben viele Möglichkeiten einen betriebswirtschaftlichen Erfolg zu beschreiben, doch bei der Lebensqualität wird´s kompliziert.

Bei einer Fortbildung neulich führte ich ein interessantes Pausengespräch. Auf einmal waren wir mittendrin und auf der Spur nach den richtigen Fragen um die „Lebensqualität am Bauernhof“ fassbar zu machen:

  • Wie schaut bei euch ein Sonntag aus?
  • Mit welchen Menschen verbringst du deinen Sonntag?
  • Wann fängt bei dir zuhause der Feierabend an?
  • Gibt´s ein gemeinsames Ritual um den Feierabend einzuläuten?
  • Wann war für dich ein Tag ein gelungener Tag?
  • Woran misst du die Qualität deiner Tage?

Ja, woran eigentlich? Daran wie oft ich gelacht habe? Wie oft ich umarmt wurde? Ob ich ein gutes Gespräch geführt habe, ob ich eine Stunde Zeit nur für mich hatte?

Ist der Tag ein guter, wenn ich Zeit im Wald verbracht habe? Auf der Wiese, aufm Feld? Oder anderen eine Freude gemacht habe? Wenn ich etwas Neues entdeckt habe, etwas gelernt habe… wenn ich gestaunt habe?

Die Glücksforschung sagt uns, wir sind glücklich, wenn uns Folgendes zur Verfügung steht (schon unglaublich, wie wenig es braucht oder?):

Die UNO-Grundbedingungen des Glücks basieren auf „The World Book of Happiness“, in dem GlücksforscherInnen ihre Erkenntnisse aus über 50 Ländern sammeln.

Der Wutbauer & die Therapeutin

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Stolz saß ich letzte Woche vor dem TV Gerät, meine liebe Bloggerkollegin live im Fernsehen, zur Primetime!
Im ORF2 bei „Stöckl Live“ waren Christian Bachler, bekannt als der Wutbauer und unsere Angelika Wagner (für das Lebensqualität Bauernhof Österreich) zu Gast.

Das brisante Thema: „Seelische Not bei Bauern“.
Bachler sprach über Schlüsselmomente seines seelischen Leidens und hatte den Mumm seine Erfahrung mit dem Publikum zu teilen. Seine Aussagen sind klar und bringen die Situation gut auf den Punkt. Bachler erzählte von einem Kollegen („einem Musterbauern“) der ihm damals einen Zettel zugeschoben hat, mit den Worten „Schau, ruf da mal an, die Dame hilft mir nämlich auch“.

Bachler gibt eine wichtige Botschaft ab: „Ihr seids nicht alleine! Es trifft auch die Guten & Starken. Seid mutig und holt euch Hilfe, dafür darf man sich nicht genieren, da müssen wir zusammenhalten, für das sind wir Menschen!“

An dieser Stelle, die Telefonnummer des „bäuerlichen Sorgentelefons“ (anonym):
Telefonische Hilfe zum Ortstarif: Tel.:  0810/676 810 

Montag bis Freitag von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr (ausgenommen an gesetzlichen Feiertagen)

Der „Wutbauer“ Bachler und Psychotherapeutin (und Bloggerin) Angelika Wagner im Gespräch und einig in der Botschaft: „Holt euch Hilfe, wenn´s zuviel wird!“

Sommer verlängern

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Wir sind zurück aus der Sommerpause… und wiedermal spielt das Wetter eine Rolle, aber nicht nur! Wir waren auch auf Recherche, in einer der angesagtesten Buchhandlungen Österreichs, seht her!

Sommerfrische

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Liebe Blogleser und Leserinnen,

wir gönnen uns etwas Sommerfrische (momentan ist’s ja eher mehr frisch als Sommer) und schnaufen etwas durch.

Wir wünschen auch euch die ein oder andere gute Schaffenspause.

Schöne Sommerzeit auf Berg und Tal!

 

 

Unerschrockene Osttirolerinnen

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Ein gutes ¾ Jahr lang habe ich Osttiroler Bäuerinnen durch einen anspruchsvollen LFI Lehrgang begleiten dürfen. Wie bei jedem Zertifikatslehrgang gibt es dann den spannenden Moment einer 15 minütigen Abschlusspräsentation.

Groß die Aufregung und die Nervosität im Vorfeld. Rein die Vorstellung, alleine vorne zu stehen und sprechen zu müssen, vor einer Jury zudem, das war dann doch einigen der Kursteilnehmerinnen zu viel. Schon Wochen vor dem Termin war die Unruhe und Unsicherheit zu greifen.

„Was wenn ich zu kurz, zu lang spreche, zu sehr im Dialekt?“ „Ich kenn mich mit der Technik nicht aus, Hilfe!“ Fragen über Fragen galt es zu klären und zu besprechen.

Und am Abschlusstag selbst, da haben sie mich alle überrascht! Unerschrocken stellten sich die Bäuerinnen dieser vermeintlichen Herkulesaufgabe, stellten sich dem Unbekannten und haben die Jury allesamt überzeugt.

Mutig stellten sie ihre Höfe vor, die Besonderheit und Stärken der Betriebe, die Entwicklungen in naher Zukunft. Besonnen, stolz und selbstbewußt. Viele haben sich bzgl. Medien & Technik Hilfe geholt (wie schlau!). Gewagt und gewonnen!

Dieses Sich-auf-etwas-Neues einlassen hat mir schon sehr imponiert und ich hab mich leise gefragt: „Wann hab ich das letzte Mal etwas Neues ausprobiert und mich an etwas vermeintlich Unmögliches gewagt!?“

Lehrgangsabsolventinnen mit DI Evelyn Darmann und Josef Senfter (Foto: Neuner)

Wachswetter

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Es regnet, in Strömen, seit Tagen. Die Eisheiligen sind Dauergast und scheinen es sich gemütlich zu machen.

Aber, wir in der Landwirtschaft schimpfen nicht über Regenwetter, wir sagen da ganz liebevoll „Wachswetter“ dazu. Momentan ist also eine gute Zeit zum Wachsen, in alle Richtungen!

Und im Mai liest man sich Liebesgedichte vor, meinte die Angelika. Also hört her und staunt.

 

sich mit der Frühlingskraft verbinden

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Möchte euch von einer Vermieterin berichten, der es so wunderbar gelungen ist, sich mit der Frühlingskraft zu verbinden. Umso den guten Aufwind zu spüren, in dieser doch recht mühsamen Zeit. Was ein paar Salatköpfe für Erkenntnisse hervorbringen können!

Hört her, sie erzählt es euch selbst:

Mein Garten auf 1680m Seehöhe

Plötzlich kam Corona und hat alles durcheinandergebracht.

Jetzt saß ich da auf 1680m Seehöhe und mit meinem touristischen TUN war von heute auf morgen Schluss. Was nun? Wohin soll es gehen? Was wird denn jetzt aus mir?

Nach der ersten Schockstarre kam die Idee einmal etwas Neues zu probieren. Man könnte ja versuchen ein oder zwei Köpfe Salat in einem Blumenkastl anzubauen. Der sonnige Wintergarten wurde fürs Frühstücksbuffet und für die Gäste gerade nicht gebraucht.

So hatte ich zum Salat noch 3 Tomaten, etwas Saatgut und ein paar Pflänzchen dazu bestellt. Alles kam per Lieferauto vom Gärtner meines Vertrauens. Er musste seine Ware im ersten Lockdown erfinderisch an die Frau bringen.

Ich dachte mir, was für ein Abenteuer! Auch der Gedanke, ob hier bei uns auf der Höhe überhaupt etwas wächst? Immerhin leben wir quasi auf der Alm. Was tut auf der Höhe und wie fang ich mit dem Gärtnern bloß richtig an?

Mein grüner Daumen reichte bis dahin nämlich nicht übers Geraniengießen hinaus. Der Gedanke am Ende des Sommers sogar ein paar Zucchinis zu ernten war schon ein tollkühner.

Irgendwie fand ich die Idee eines Gemüsegartens sehr mutig.

Als mein erster Samen das Licht der Welt erblickte, hat es dann gefunkt. Plötzlich kam so etwas wie Hoffnung zurück. Mir wurde schlagartig klar: die NATUR kann es richten. Wie versöhnlich und wohltuend diese Erkenntnis war. Die Natur heilt und lässt sich nicht aufhalten, einsperren oder beeinflussen.

Alles hat seine Ordnung und darauf ist Verlass.

Von einer normalen Saison, ohne viel Zeit, war ich nun bei meinen Pflänzchen ganz im Hier und Jetzt angekommen. So etwas kennt man vielleicht von einer langen Bergtour oder aus der Meditation.

Ich habe mich sofort in den erholsamen Müßiggang und in meinen Garten verliebt!

Ein Hochbeet musste her, die Kartoffelkiste häufelte sich, Kräuter kamen noch vom Gärtner und bald war ein größerer Fleck vom grünen Rasen nicht mehr zugestellt mit Sonnenstühlen für die Gäste, sondern des neuen Selbstversorgers großes Glück.

Natürlich würde der Profi Gärtner im Inntal über meinen Ertrag im ersten Jahr schmunzeln, aber für mich war mein erschaffener Gemüsegarten mein Paradies. Natürlich gab es hier und da Rückschläge zu beklagen. Dem Basilikum war es zu kalt. Die Gurken waren bitter oder die erste Tomate wurde erst im Oktober in der Stube reif.

Doch die vielen Erfolge bis zum Spätherbst ließen die Rückschläge schnell vergessen. Die Kinder liebten meinen ersten selbstgemachten Minze Sirup. Mein Mann war bei der Kartoffelernte stolz dabei.

Aus ein paar Köpfen Salat wurde am Ende des Sommers 2020 eine Leidenschaft und mein perfekter Ausgleich für den Alltag. Es geht also doch a bissl was auf unserer Höhe. Man würde gar nicht glauben wie zäh die Natur sein kann.

So habe ich dieses Jahr bereits im Februar angefangen Chillis, Paprika, Tomaten und Küchenkräuter im immer noch geschlossenen Frühstücksraum selber zu ziehen. Ich kann es in diesem Jahr nicht erwarten, dass der Schnee im Mai endlich weggeschmolzen ist. Denn es gibt viel zu tun im neuen Gemüsebeet und Kräutergarten.

aufsleben – die Jugend ist gern draußen

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Wie kann es der Jugend nach einem Jahr sehr viel digitalem Unterricht gelingen, sich trotzdem für eine digitale Aufgabe zu engagieren?

Anna und Alina, zwei Schülerinnen der FSBHM Rotholz ((Fachschule für Betriebs-und Haushaltsmanagement) haben sich zur Erstellung dieses Beitrages für unser Aufsleben ermuntern lassen. Vielleicht und gerade deshalb, weil sie ihr natürliches Umfeld in die Lebensqualität mit einbeziehen.

„Es gfreit ins a!“

Weiter so!