Posts by: Angelika Wagner

Am Anfang war vornehm

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Das Zugfahren! Da kann man Geschichten über Menschen erzählen! Wunderbar! Bei meiner gestrigen Zugfahrt haben mehr Menschen nervös an der Tür des Railjets gestanden, da die Verspätung den Anschlusszug gefährdete.

Einer aber ließ mir dann freundlich den Vortritt. Möglicherweise gehörte ich auch zu den Nervösen. Da stand er dann, der Anschlusszug und nahm uns alle mit. Der Ritter und ich unterhielten uns dann die restlichen 25 Minuten angeregt über Vor- und Nachteile von Zug- und Autofahrten nach Wien, Verkehrsanbindungen, Politiker mit Herz und ohne.

Am meisten gefiel mir, dass der Ritter, der im Rahmen seines Berufes auch mit Bauern zu tun hat, sehr wertschätzend von ihnen gesprochen hat. Und das, obwohl er aus beruflichen Gründen mit ihnen immer wieder Grenzen verhandeln muss.

Da merke ich, dass ich das persönlich nehme, wenn es um die Bauern geht. UND, dass es gut tut, aufmerksamen Menschen zu begegnen

aufleben eben!

SUDOKU auf schweizerisch

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An einem herrlichen Sonnentag bin ich auf dem Rückweg von einer Fortbildung in Zürich. Hinter mir steigen zwei nicht mehr ganz junge Damen ein und bereiten sich sichtbar auf eine längere Fahrt vor… packen aus und wählen Fahrtrichtungen, prüfen, was nun fein sein könnte.

Schwyz-Steiermark – hin und retour

Kurz nach der Abfahrt nervt bereits die Wagon Tür! Sie geht auf und zu und auf und zu obwohl niemand ein und aus geht. Eine der Damen steht nach ca. zehn Minuten auf, begutachtet die Misere und löst durch ein kleines Stückchen Papiertaschentuch das Problem. Kein ewiges Auf- und Zugehen stört mehr. Wir erfreuen uns an der Lösungskompetenz, zugegeben diesemal jene der Frauen.

Sudoku und Zufriedenheit

Während ich weiter arbeite (im Zug lässt sich’s wirklich gut verwirklichen!) beobachte ich, wie eine der beiden der anderen ganz geduldig das Lösen von Sudoku beibringt. Dann kommen wir ins Gespräch. Maria lernt von Anna, sagt, es tue ihr gut, auch wenn es ihr nicht ganz leicht falle. Sie erzählen mir von ihrer weiten Reise in die Südsteiermark. Sie fahren dort hin, um einer Bekannten, die alleine auf einem Hof ist für ein paar Tage zur Hand zu gehen. Anna und Maria sind aus der Urschweiz wie sie sagen, dem Kanton Schwyz. Nachdem ich ihnen erzählt habe, wofür ich arbeite wurde es richtig spannend. Maria ist eine Bäuerin und erzählt von den Mühen ihres Lebens und wie sie nun (sie ist auf jeden Fall über 60) gut in ihrem Leben angekommen ist. Sie setzt sich sehr für das gute Leben ein – für sich und andere.  Wir drei sind uns einig, dass ein achtsamer Weg, auf dem man sich und die anderen gut im Auge (oder soll ich sagen im Herzen?) hat, ein befriedigender ist.

Wie sehr und wie oft einem das Herz aufgehen kann: aufleben eben.

Wert-Schätze

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Heute möchte ich euch von meines Mutters jungen Freunden erzählen: Die Jungbauern aus dem Dorf. Sie kommen regelmäßig – nicht oft- verkaufen Karten, sammeln für eine Versteigerung. Mit einer Herzlichkeit auf beiden Seiten begegnen sie sich. Dann wird diskutiert über Dorfvorkommnisse und den Jungen “etwas auf den Weg mitgegeben”: Werteorientierung für die Zukunft. Sie hören zu und denken vielleicht über das Gehörte nach. Sie-Daniel, Meister in Feldgemüsebau und Tobias, Meister als Maschinenschlosser- haben jedenfalls Lebendigkeit und Freude hinterlassen.

Sie erzählt von ihren kleinen Spaziergängen und dass da ein Bankl fehlt. Der Weg zu anstrengend. Sofort planen die beiden geschäftig, wie und wann die Jungbauern die Bank anfertigen und aufstellen können.

Dass die Beiden das Vorhaben umsetzen werden bin ich mir sicher. Ich erzähle euch davon!

Sommer ade?

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Die Finger sind kalt während ich hier am PC arbeite. Abgekühlt hat es. Doch heißt das, den Sommer nicht mehr gespeichert zu haben?

Ein bisschen mehr suchen müssen wir ihn schon! Und ganz gewiss ist er zu finden- auch wenn es manchmal länger dauert.

Ein besonderer Spruch von Albert Camus fällt mir dazu ein. Sozusagen entgegen der realen Situation des Abkühlens, aber auch für den Sommer in unseren Seelen:

 

„Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“

 

Wir vertrauen darauf, dass Wärme, Freude und Lebensqualität auch in dunklen Tagen wachsen können. Gerade jetzt belebt die Buntheit der Herbsttage und die Düfte der sich zurückziehenden Natur.

Und wir schicken euch Sonnenstrahlen aus der Landeshauptstadt!

Wählt das Leben und nicht die Urne

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Vor nicht all zu langer Zeit war ich auf einer Tagung in Wien. Auf dem Weg zur U-Bahn fielen mir diese zwei Damen mit diesem sehr markanten Spruch im Hintergrund auf. Das Bild war anziehend und ich fragte sie beherzt, ob ich den ein Bild machen dürfte.

Folgender Dialog entstand:

“Darf ich Sie bitte fotografieren?”

Die eine: ” Wos hots gsogt?”

Die andere: ” A Foto wüs mochn vu ins zwa..”

Die erste: ” Asoooooo! Gean!”

Ich fotografiere die Beiden, die gar nicht viel Zeit haben, weil sie sehr ins Gespräch vertieft sind. Nach einer Begutachtung des Fotos-“Is eh schean!” plaudern sie munter und vergnügt weiter.

Das Leben wählen

Kann man denn das Leben wählen? Und was heißt das überhaupt?

Die täglichen und manchmal unzähligen Entscheidungen lassen nicht immer Spielraum für eine bewusstes Nachdenken. Und manchmal sind die Dinge, die unseren Alltag prägen anstrengend und zerren an unseren Kräften und Nerven.

Doch die Erfahrung zeigt, wenn es immer wieder gelingt, lebensbejahend an die Dinge heranzugehen, habe ich einen freieren Kopf und ein besseres Gefühl für das was ist. Es ist auch eine Frage der Entscheidung mit welcher Grundhaltung ich an die Dinge herangehe.

S’ Bankl

Die Wienerinnen sitzen mitten in der Stadt- sind trotz ihres Umfeldes kaum ablenkbar. Eine Bank, ein ruhiger Ort lässt sich finden, in unserem Land bestimmt nicht schwieriger. Wie gut, wenn ich ein wenig Zeit für mich und/oder auch Zeit mit anderen dort verbringen kann.

Burnoutprävention

In einem aktuellen Buch über Burnout war zu lesen, dass ein Burnout nicht nur wegen des Stresses entsteht. Es fehlt unter anderem auch am Dialog: zum einen den inneren und zum anderen den mit unseren Menschen.

Also: das Gespräch am Bankl-ein gesundes Austauschen übers Leben. Ganz besonders auch dann, wenn wir uns über uns selber mitteilen, vielleicht auch ein bisschen jammern, dann aber wieder die Kurve zur Lebensbejahung finden.